Liebe Mitglieder,

Willkommen in unserem Open-Access-Forum. Hier haben Sie die Möglichkeit, in den nächsten zwei Wochen Fragen oder Kommentare zur geplanten Umstellung der ZfE│JSCA in ein Open-Access-Format zu hinterlassen. Das Forum ist nicht öffentlich und nur für Mitglieder gedacht. Nach Ablauf der zwei Wochen werden alle Einträge sowie die damit verbundenen Daten gelöscht. Ihre Inhalte werden dann anonymisiert Eingang in eine FAQ-Seite auf unserer Homepage finden. Außerdem versuchen wir, Veranstaltungen auf unserer Tagung zum Thema Open Access sowie den geplanten Antrag an die Mitgliederversammlung anhand des hier gewonnenen Meinungsbildes zu konzipieren. Hier noch einmal das Informationsschreiben zum Thema, was Ihnen bereits per Email zugegangen ist.

Wir behalten uns vor, einige Kommentare aus Gründen der Übersichtlichkeit bei inhaltlicher Dopplung zu löschen oder zu kürzen.

Vielen Dank fürs Mitmachen.

22 Kommentare

  1. Kurz und knapp:

    Es ist ein ganz wichtiger Schritt, die ZfE auch als pd-Äffchen verfügbar zu haben.

    Herzlich,
    Christoph Antweiler

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    • Lieber Christoph! Wir finden es auch sehr gut, Zugang zu den elektronischen Versionen der Artikel zu haben. Das Lesen insgesamt verändert sich. Der Zugang wird einfacher. Viele Grüße von Dorle

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  2. Ich kann den Vorstand der DGSKA sowie die Redaktion der ZfE│JSCA nur beglückwünschen zu diesem Schritt! Er erfolgt weitgehend kostenneutral, reduziert Zugangsschranken auf unterschiedlichen Ebenen, kommt Recherche-, Aneignungs- und Lesegewohnheiten der jüngeren Wissenschaftler:innen-Generation entgegen, reagiert früh auf zukünftig wegbrechende Bibliothekseinnahmen aus dem Printverkauf, erhöht die Sichtbarkeit der Zeitschrift und ihrer Autor:innen, und last but not least: er fügt sich mit dem wohl etwas verringerten ökologischen Fußabdruck aufs Beste ins aktuelle Tagungsthema ein. (Ethnologische) Bücher, die es mir wert sind, kauf‘ ich trotzdem – vielleicht dann auch mal eine Printausgabe der Zeitschrift. Danke für diese Initiative!

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    • Lieber Michael, genau die Summe dieser Argumente ist es, die eine Umstellung so wichtig macht. Für die jüngeren Kollegen ist es vor allem nötig, mit der Zeitschrift international und wirken zu können und im Netz zu erscheinen und gesucht/gefunden werden zu können. Die Kombination mit der zusätzlichen Internationalisierungslinie ist bestimmt mal ein guter Anfang. Viele Grüße von Dorle

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  3. Ich kann nur begrüßen, die ZfE im Open Access-Format anzubieten. Gleichzeitig finde ich es wichtig, über OA-Formate in einem breiteren Publikationskontext nachzudenken. OA kostet viel Geld, und die Frage ist am Ende, ob kleinere Wissenschaftsverlage diese Entwicklung überleben können und was gegebenenfalls erforderlich wäre, um die weitere Konzentration in den Händen weniger monopolisierender Verlage zu verhindern.

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    • Liebe Frau Brandstätter,

      danke für die Frage und Anmerkung! Ihre Bedenken decken sich mit unseren, deshalb haben wir uns bewusst entschieden beim Reimer Verlag zu bleiben, bei dem die Zeitschrift schon seit vielen Jahrzehnten ist, und hier die OA Transformation zu durchlaufen. Die kleinen Verlage sind sehr daran interessiert, nicht abgehängt zu werden, so ist mein Eindruck.

      Außerdem findet in der Zusammenarbeit mit den Reimer Verlag eine persönliche Zusammenarbeit mit realen Treffen und immer den gleichen Ansprechpartner*innen statt, was für praktische Ausführung der Herausgeberschaft konstruktiv ist.

      Ich hoffe die Antwort/der Kommentar waren irgendwie hilfreich! Viele sonnige Grüße, im Namen der Herausgeber, Gabi Alex

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  4. Wurde eine Zusammenarbeit mit openedition.org in Betracht gezogen? MfG, AK

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    • Sehr geehrter Herr Kreil,

      das ist ein interessanter Hinweis, vielen Dank! So, wie ich die Initiative von openedition.org aus der Bibliothekswelt kenne, richtet sie sich vor allem – ähnlich wie Knowledge Unlatched, wo der FID SKA sich regelmäßig beteiligt – auf die Finanzierung der OpenAccess-Transformation von französischen E-Books aus, wenngleich mitunter auch Geld für Zeitschriften eingesammelt wird. Gleichzeitig bietet sie aber auch eine Nachweisplattform über Open Access-Titel. Hier sind auch viele Zeitschriften ausgewertet und nachgewiesen und wir werden daher prüfen, ob wir die Metadaten der transformierten Zeitschriften dort melden können, um einen weiteren Sucheinstieg zu ermöglichen. Tatsächlich wären solche Crowdfunding-Finanzierungen aber eine Option für alternative Geschäftsmodelle. Im Rahmen des Open Access-Projektes, dass der FID in Kooperation mit den Fachgesellschaften eingereicht hat, sollen auch solche Geschäftsmodelle geprüft werden. Wichtig ist eine möglichst nachhaltige Finanzierung, die gewährleistet, dass die transformierten Zeitschriften ausfinanziert sind und dauerhaft im Open Access zur Verfügung stehen können.

      Mit freundlichen Grüßen

      Matthias Harbeck
      Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA)

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  5. Ich bin sehr für OpenAccess. Beim Afrika Spectrum beispielsweise hat das deutlich dazu beigetragen, dass die Zeitschrift auch international wahrgenommen wird – der Impactfactor ist nur durch diese Maßnahme rasant in die Höhe geschossen

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  6. Lieber Thomas Bierschenk, Danke für die Rückmeldung! Wir haben solche ermutigenden Berichte auch von anderen Herausgebern bekommen. Besonders von Zeitschriften, die zu Vereinen und Berufsverbänden gehören. Es wäre wirklich gut, wenn die ZFE bessere Verbreitung erreichen könnte. Viele Grüße Dorle Dracklé

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  7. Ich finde, das ist eine tolle Idee. Wird Zfe bei Reimar bleiben, oder denkt ihr über einen Verlagswechsel nach?

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    • Sehr geehrter Herr Fotta,

      vielen Dank für die positive Rückmeldung! Die ZfE/JSCA wird weiterhin mit dem Reimer Verlag zusammen arbeiten.

      Mit besten Grüßen, Gabi Alex

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  8. Ich finde die Open Access Umstellung (und die Erweiterung des Namens der Zeitschrift) eine sehr gute Idee. Damit wird die Fachzeitschrift sicherlich weiter zirkulieren und für Autor*innen und Leser*innen interessanter. Tolle Initiative!

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    • Danke für die Rückmeldung!

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  9. Hervorragende Idee, die mit Sicherheit dazu beitragen wird, dass die ZfE stärker wahrgenommen wird. Ich unterstütze das Vorhaben zu 100%. Gerade Forschung, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, sollte für alle Interessierte frei zugänglich sein.

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    • Lieber Timo Duile,
      die DFG ist sehr daran interessiert, dass die Forschung, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, auch öffentlich und frei zugänglich ist. Deswegen nehmen wir an, dass wir eine gute Chance haben, im Verbund mit den anderen Fachzeitschriften gefördert zu werden. Ein neues Veröffentlichungsmodell zu entwickeln und zu konsolidieren benötigt eine Übergangszeit. Und wir haben das Glück, dass uns der Fachdienstes Sozial- und Kulturanthropologie so tatkräftig und fachlich versiert unterstützt! Alles in allem beste Voraussetzungen.
      Viele Grüße
      Dorle Dracklé

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  10. Zur erhöhten (auch internationalen) Sichtbarkeit durch open access sowie das andere Nutzungs- und Leseverhalten der aktuellen Studierenden und jüngeren Kolleg:innen ist ja alles Wesentliche schon gesagt – und dies sind auch die Gründe, warum ich den Schritt begrüße.
    Wichtig dabei ist jedoch, die Qualität durch strenges peer reviewing weiter hoch zu halten. Das kostet aber Geld und ich hoffe, daß der Reimer-Verlag dies zusammen mit der DGSKA stemmen kann.

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    • Lieber Jörn Thielmann,
      beim Peer-Review Prozess ändert sich nichts an unseren hohen Standards. Die beiden Fachgesellschaften bezahlen weiterhin wie gehabt für die Verlagsarbeiten und wir nehmen an, dass die DFG uns eine Übergangsfrist gewährt, um in dem Verbund mit anderen Fachzeitschriften eine solide Basis für die Zukunft zu legen.
      Viele Grüße
      Dorle Dracklé

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  11. Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    ich kann mich den befürwortenden Kommentaren nur anschließen. Das Problem bei kommerziellem OA von Wiley & Co. sind die völlig überzogenen Publikationsgebühren für die Autor*innen. Das muss auf jeden Fall vermieden werden, und das sieht das ZfE-Modell ja auch vor. Es wäre natürlich toll, wenn die DFG die Umstellung finanzieren würde; hoffentlich wird der Antrag bewilligt. Ich vermute, die Berliner Gesellschaft trägt die ZfE auch weiterhin finanziell mit?

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    • Lieber Martin,
      ja, die Berliner Gesellschaft bleibt selbstverständlich als Miteigentümerin dabei! Da verändert sich gar nichts. Die Gesellschaften werden die Summe, die sie bisher für die ZFE ausgeben weiter investieren, um den Verlag für seine Arbeiten bezahlen zu können und natürlich auch, um die Publikationsgebühren für Autor*innen zu sparen, damit so ein teueres Modell wie bei Wiley, Springer etc. vermieden wird. Für den Nachwuchs und Forscher, die keine Unterstützung aus Universitäten haben genau wie für unsere Absicht, Autoren des globalen Südens einladen zu können, sich publizistisch zu beteiligen. Viele Grüße von Dorle

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  12. Finde ich einen sehr guten und richtungsweisenden Schritt für unsere Fachgesellschaft. Eine Frage: Wie sieht es mit Bibliotheks- und ggf. anderen Abos aus? Da ist ja wohl auch ein Einnahmeverlust mit verbunden, oder gibt es auch dafür inzwischen ein Geschäftsmodell bei Verlagen und Herausgebern?

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    • Liebe Frau Hammacher,

      Sie haben richtig erkannt, dass ein Open Access-Zugang mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen wird, dass ein Teil der Bibliotheken ihre Abonnements zunächst kündigen werden. Allein aus arbeitsökonomischer Sicht kündigen viele Bibliotheken Printabonnements, wenn eine Zeitschrift auch als E-Ressource lizenzierbar ist, da sie sich so Einarbeitungsaufwand, Stellfläche und Bestandserhaltungsmaßnahmen sparen – ganz unbenommen davon, ob es sich beim E-Journal um Bezahl- oder Open Access-Modelle handelt. Wir bemühen uns in dem Projekt darum ein Geschäftsmodell zu finden, das durch die Transformation die Kosten für die Gesellschaft nicht steigen lässt und gleichzeitig keine Article Processing Charges (APCs) nötig macht, da es der dezidierte Wunsch aller Beteiligten ist, letzteres um jeden Preis zu vermeiden. Verschiedene Modelle sind denkbar, z.B. Fördermitgliedschaften von Bibliotheken, um die Open Access-Finanzierung abzusichern. Ein solches Modell wird auch anderswo (Knowledge Unlatched) mit Erfolg eingesetzt, um Geld für OA-Transformationen einzusammeln. Wir werden im Laufe des hoffentlich kommenden OA-Projektes die Kostenentwicklung und die Gegenfinanzierung im Blick behalten und alles daran setzen, ein nachhaltiges, tragfähiges Geschäftsmodell gemeinsam zu entwickeln. Durch eine breite Unterstützung in der DGSKA sollte das gut möglich sein.

      Herzliche Grüße

      Matthias Harbeck
      Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie

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