Ausschreibung DGSKA-Dissertationspreis 2023

Die Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie e.V. schreibt zum dritten Mal ihren Dissertationspreis aus. Dieser Preis soll der besonderen Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen im Rahmen einer ethnologischen bzw. sozial- und kulturanthropologischen und auf ethnographischer Forschung basierenden Promotion dienen. Auch Arbeiten, welche vor allem Aspekte und Themen der Fachgeschichte in den Blick nehmen, können vorgeschlagen werden. Der Dissertationspreis wird für Doktorarbeiten vergeben, die an einer deutschsprachigen Universität eingereicht wurden. Er ist aktuell mit 1 x 1000€ (1. Preis) und 2 x 500€ (zwei 2. Preise) dotiert und wird bei der nächsten Zweijahrestagung der DGSKA e.V. in München verliehen. Die Nominierung erfolgt durch eine*n Gutachter*in der Dissertation, der*die DGSKA-Mitglied ist. Eine elektronische Kopie der Dissertation inklusive der Dissertationsgutachten sowie einer kurzen Begründung der Nominierung ist dem DGSKA-Vorstand bis zum 31. Oktober 2022 per Email an die Geschäftsstelle (geschaeftsstelle@dgska.de) in einem Gesamt-pdf zusammengefasst zuzusenden. Vorgeschlagen werden können alle Arbeiten, die zwischen dem 31.12.2020 und 30.9.2022 verteidigt worden sind. Der DGSKA-Vorstand stellt die Auswahlkommission zusammen, die die Entscheidung über die Preisvergabe im Vorfeld der Tagung in München trifft.

Informationsportal zu Forschungsethik

Das neue Informationsportal des RatSWD zum Thema Forschungsethik ist jetzt online! Mit der Best-Practice-Sammlung zur Forschungsethik im Forschungsprozess kann ab sofort auf maßgeschneiderte Informationen im Bereich Forschungsethik zugegriffen werden.

Die AG Forschungsethik des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat diese Webseite zu „Best-Practice Forschungsethik“ aufgesetzt, um Forschende und Ethikkommissionen in der Konzeption und Begutachtung von Forschungsvorhaben bestmöglich zu unterstützen. Es handelt sich bei der Best-Practice-Seite um ein Portal, über das Forschende und Studierende, Mitglieder von Ethikkommissionen und Lehrende strukturiert auf relevante Informationen und Vorlagen zur Forschungsethik von Forschungseinrichtungen, Fachgesellschaften und Förderinstitutionen zugreifen können. Neben dem Zugriff auf disziplinspezifische Ethikleitlinien, allgemeine und besondere Hinweise und Checklisten für die Erstellung von informierten Einwilligungen für die Teilnahme an Forschungsprojekten können Sie sich beispielsweise

  • als Forschende informieren, wann ein Ethikvotum erforderlich sein kann und welche Elemente im Zyklus des Forschungsprozesses – von der Planung eines Forschungsprojekts, über die Durchführung bis hin zur Archivierung und Nachnutzung – zu beachten sind.
  • als Mitglied einer Ethikkommission zu fachübergreifenden und fachspezifischen Begutachtungsstandards informieren: Dazu gehören etwa Standards für die „gute wissenschaftliche Praxis“, den Umgang mit Forschungsdaten allgemein oder auch die Nachnutzung von Forschungsdaten.
  • als Lehrende Fallstudien und Tutorials nutzen, die forschungsethische Dilemmata bearbeitbar machen.

Mit diesem Portal reagiert der RatSWD auf die Ergebnisse einer im Frühjahr 2021 durch den RatSWD durchgeführten Umfrage bei Forschenden und Ethikkommissionen, bei der hohe Unterstützungsbedarfe festgestellt wurden (vgl. ausführlich dazu das RatSWD Working Paper 278/2022 von A. Strobel, A. Zeiler, A., & K. Schaar).

Internetadresse Best-Practice-Webseite: https://www.konsortswd.de/ratswd/best-practice-forschungsethik/

Link zur News auf der Seite des RatSWD: https://www.konsortswd.de/aktuelles/pressemitteilungen/best-practice-forschungsethik-online/

Wir hoffen, dass mit der Bereitstellung dieser Webseite ein – in forschungsethischer Hinsicht – echter Mehrwert für die Konzeption und Durchführung von Forschungsprojekten geschaffen werden kann.  Wichtig: Das Portal „Best-Practice Forschungsethik“ versteht sich als offenes und ergänzbares Angebot. Wir freuen uns also auf Ihre Rückmeldungen (E-Mail: office@ratswd.de) wenn möglich für eine erste Runde bis zum 15.09.2022 – und gerne auch auf Hinweise auf weitere bereits verfügbare Materialien, die wir über die Webseite zugänglich machen können.

 

DGSKA-Tagung 2023: Start des Call for Workshops

Ab sofort startet der Call for Workshops für die nächste DGSKA-Tagung „Umstrittenes Wissen: Ethnologische Perspektiven“. Die Tagung findet vom 25. bis 28. Juli 2023 an der Ludwig-Maximilians-Universität München statt. Vorschläge für Workshops, Roundtables und Labs können bis 22.7.2022 an Tagung2023@dgska.de geschickt werden. Zum ausführlichen Call for Workshops gelangen Sie hier.

Neuer Protestbrief nach Evaluation des WissZeitVG

Die Initiator*innen der Initiative „Wissenschaftszeitvertragsgesetz abschaffen – Grundfinanzierung der Universitäten stärken“ reagieren mit einem neuen Brief an das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf die Ergebnisse der Evaluation des WissZeitVG. Bereits im Juni 2021 forderten 32 Fachverbände die Abschaffung des umstrittenen Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und die Einbindung in den anstehenden Reformprozess. Auf diese Erklärung sowie eine Erinnerung vom Februar 2022 reagierte das BMBF mit Verweis auf die laufende Evaluation des Gesetzes. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse bestätigen den Eindruck, dass sich das WissZeitVG problematisch auf die Arbeit der Hochschulen auswirkt. Deshalb unterstreichen die unterzeicnenden Verbände ihre Erklärung vom letzten Jahr mit großem Nachdruck.

Der Aufruf im Juni letzten Jahres ging von der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA), der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und dem Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands e. V. (VHD) aus und wurde von der DGSKA und vielen weiteren Verbänden unterzeichnet. Hier gehts zur entsprechenden Meldung vom Juli 2021. Das Erinnerungsschreiben vom Februar 2022, adressiert an die neue Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger, finden Sie hier.

Infoveranstaltung: Nationale Forschungsdateninfrastruktur? Was ist das und warum ist das wichtig für uns?

Die Fachgesellschaften für die Empirische Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie (DGEKW) und die Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) laden ihre Mitglieder und Interessierte herzlich zu einer gemeinsamen digitalen Gesprächsrunde mit den Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) am Donnerstag, 30. Juni 2022 von 10:00 und 11:45 Uhr ein.

Was sind und was tun die Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)? Und welches Potential haben sie für die Empirische Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie / die Sozial- und Kulturanthropologie?

Mit der NFDI sollen bestehende digitale Infrastrukturen und Datensammlungen vernetzt, nachhaltiges Forschungsdatenmanagement etabliert und Services für den Umgang mit Forschungsdaten und Forschungsdatenarchivierung weiter entwickelt werden. Dazu werden im Wettbewerbsverfahren sog. Konsortien gefördert, die sich vor allem entlang der Fächer bzw. Fachgruppen organisieren. In diesem Sinne ist die Arbeit fachlich naher NFDI-Konsortien – welche durch die DGEKW und DGSKA in Teilen bereits in der Antragsphase mit Letters of Support unterstützt wurden – und der dort verhandelten Prozesse und Standards für unsere Fächer relevant:

Text+                   –­ Konsortium für text- und sprachbasierte Forschungsdaten

KonsortSWD ­     – Konsortium für Daten der Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und   Wirtschaftswissenschaften

NFDI4Culture    – Konsortium für Forschungsdaten materieller und immaterieller Kulturgüter 

Mit ethnografischen und qualitativen, aber auch historischen Materialien können unsere Fächer Besonderheiten und ein vielfältiges Spektrum an Daten in die Arbeit der Konsortien einbringen. Gleichzeitig haben wir spezifische Bedürfnisse, die wir im Prozess artikulieren sollten, damit sie berücksichtigt werden.

Mit dieser Veranstaltung möchten wir den Austausch mit den genannten Konsortien und den gegenseitigen Kenntnisstand befördern sowie die Vernetzung verbessern. Wir haben die Konsortien gebeten, Einblicke in ihre Ausrichtung, Ziele und konkreten Arbeiten zu geben. Der Schwerpunkt liegt dann auf Rückfragen und einer gemeinsamen Diskussion darüber, wie und in welchen Formen und Formaten Austausch und Zusammenarbeit künftig ausgestaltet werden können.

Sollten Sie bereits Fragen an einzelne Konsortien oder an alle gemeinsam haben, sind Sie herzlich eingeladen, diese auch schon vorab zu schicken (E-Mail: cornelia.eisler@uni-oldenburg.de), sodass sich die Vertreter:innen der Konsortien entsprechend vorbereiten können.

Zugangsdaten für das Online-Meeting erhalten Sie über Ihre Geschäftsstelle.

Support for Ukrainian Scientists

Dear colleagues and friends,

We fully stand in solidarity with our fellow scholars who had to flee their countries because of the war in Ukraine and political oppression in Russia. To support researchers at risk in this volatile and deeply disturbing context, we have compiled a list of resources and support networks that various organizations have initiated. We continue to offer our best efforts to help connect scholars who are searching for relevant institutes and funding bodies for employment or funding in Germany or elsewhere.

In addition to the suffering caused by the war in Ukraine, other crisis regions should not be forgotten. The New University in Exile Consortium has been working to find placements for Afghan scholars, students, and artists.

A link to this list will be available on our official handles on Twitter and Facebook. If you have any new information on support initiatives, please contact us on geschaeftsstelle@dgska.de and we will add them to the list.

Statement der DGSKA zum Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine

Angesichts des beispiellosen Angriffs Russlands auf die Ukraine schließt sich die DGSKA der Erklärung der EASA gegen den Krieg an und fordert die EU und die deutsche Regierung auf, allen vom Krieg Betroffenen gleichermaßen Hilfe zu leisten.

Gleichzeitig unterstützen wir den mutigen Protest russischer Ethnolog*innen gegen die russische Regierung. Siehe ihre Petition hier.

Unsere Gedanken und unsere Solidarität gelten allen von diesem Krieg betroffenen Menschen.

WissZeitVG abschaffen – erneutes Schreiben ans BMBF

Die Initiator*innen der Initiative „Wissenschaftszeitvertragsgesetz abschaffen – Grundfinanzierung der Universitäten stärken“ haben ein erneutes Schreiben an das Bundesministerium für Bildung und Forschung gesendet, um an den Aufruf der Fachverbände der Geistes- und Sozialwissenschaften vom Juli im vergangenen Jahr zu erinnern und zu fordern, die Wissenschaftsverbände in den anstehenden Reformprozess einzbinden. Der Aufruf ging von der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA), der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und dem Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands e. V. (VHD) aus und wurde von der DGSKA und vielen weiteren Verbänden unterzeichnet. Hier gehts zur entsprechenden Meldung vom Juli 2021. Das Schreiben, adressiert an die neue Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger, finden Sie hier.